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Esra

Alle Geschwister betrachten es als ein kleines Wunder, dass Esra gesund zur Welt kommt. Während der Schwangerschaft raucht Mutter ununterbrochen und Vaters Prügelattacken kennen keine Grenzen.
Esra hat von allen Geschwistern das unkomplizierteste Verhältnis zur Mutter. Eigene Erinnerungen an Vater hat sie kaum. Ihr Bild von ihm setzt sich aus den vielen Gesprächen über ihn zusammen. Sie wächst mit Ali und Mutter, die sie sehr verwöhnt, alleine auf, sodass Esra keinen Handschlag tun muss. Doch hin- und hergerissen zwischen den brüderlichen Übergriffen und der mütterlichen Fürsorge, lernt sie ihr waches Wesen geschickt einzusetzen und die Akteure gegeneinander auszuspielen.

Als es mit 18 Jahren nach Berlin zieht, muss das junge Mädchen über Nacht erwachsen werden und lernen, für sich selbst zu sorgen. Mittlerweile schloss Esra ihre Ausbildung zur Friseurin erfolgreich ab und arbeitet in ihrem Beruf sehr gerne.

 

 

 

 

"Ali, werde erwachsen. Wir leben im 21. Jahrhundert, da wird nicht mehr geheiratet."